Wenn wir hier schon von Transen Telefonerotik reden – wisst ihr eigentlich, was das Wort „trans“ bedeutet? Hindurch, hinüber. Und was hat das jetzt mit Transen zu tun? Tja, so genau weiß ich das auch nicht. Aber beim Transensex spielt das auch keine große Rolle. Wir treiben es ja auch richtig geil und wild…
Das ist mir vorher auch noch nicht passiert. Ich habe mit einer Transe geflirtet, ich habe mit einer Shemale getanzt – und habe erst viel später gemerkt, dass dieses heißblütige hübsche Girl gar keine Frau ist, sondern ein Mann in Frauenkleidung, ein Transvestit, ein Shemale oder Ladyboy, wie manche sie nennen. Eine Transe eben. Sie war mir gleich aufgefallen auf dieser Party, die so langweilig dahin schlich.
Kein Wunder – während ringsherum die Stimmung mehr oder weniger trübe war, herrschte um sie herum das pralle Leben. Und apropos prall – pralle Titten hatte sie, die in ihrem hautengen, wenn auch hochgeschlossenen Abendkleid kaum zu übersehen waren und auch nicht übersehen wurden. Von mir nicht, und von den anderen anwesenden Männern ebenfalls nicht. Jeder versuchte, mit ihr zu flirten.
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Aber ich war es, neben dem sie am Schluss saß, und dem sie sich fast ausschließlich widmete. Gott, was war ich stolz darauf; und was beneideten mich die anderen Boys um ihre weibliche Aufmerksamkeit! Noch dazu tanzte sie wie eine geborene Tänzerin; es war ein Vergnügen, mit ihr eine Sohle nach der anderen aufs Parkett zu legen.
Als zurückhaltender schüchterner Boy wagte ich es dabei nicht, ihr näher zu kommen, als es die korrekte Tanzhaltung erforderte; sonst hätte ich den harten Schwanz unter diesem femininen Rock schon früher bemerkt. So registrierte ich ihn erst, als ich sie mit meinem Auto nach Hause brachte und sie mich noch zu sich einlud. Wobei sie in ihrer Wohnung gleich die Initiative ergriff, mich leidenschaftlich küsste und streichelte und sich ganz eng an mich schmiegte.
Tja, und dabei kam es halt heraus, dass sie keine Frau, sondern eine Transe ist. Was jedoch, um ganz ehrlich zu sein, unserer darauffolgenden heißen Liebesnacht keinen Abbruch getan hat …
„Ja bitte?“ Etwas irritiert frage ich die elegante Dame vor meinem Schreibtisch nach ihren Wünschen. Sie mustert mich auf eine Art und Weise, die mir durch und durch geht, ohne dass ich das nun so recht erklären könnte. Das macht mich nervös, und wenn ich nervös bin, bin ich auch ungehalten.
„Ich glaube, ich habe die Wette gewonnen“, antwortet sie lächelnd.
Als ich ihre Stimme höre, oder vielmehr seine Stimme, bleibt mir vor Staunen beinahe der Mund offen stehen.
„Thomas?“ frage ich, ein wenig zweifelnd, obwohl ich seine Stimme sofort erkannt habe. Kein Wunder; ich hatte sie ja gestern Abend noch im Ohr, als wir uns für heute verabredet haben.