



Wie kommt es, dass wir auf der Türkinnen Telefonsex Line gelandet sind? Wir drei sind eigentlich ganz unterschiedliche Typen. Ich selbst heiße Ai Ling und komme aus der Nähe von Pataya in Thailand. Dann gibt es da noch Aishe aus Antalya in der Türkei und Natalia aus Omsk in Russland. Wir drei wohnen schon drei Jahren zusammen in einer WG. Und das kam so. Aishe hatte ich eines abends am Hauptbahnhof aufgegabelt. Sie war bildschön aber sehr verzweifelt. Ihr Typ hatte sie gerade rausgeworfen. Sie hatte keinen Job, keine Unterkunft und kein Geld.
Klar nahm ich sie mit nach Hause. Nun bin ich Studentin, hab einen kleinen Job hinter Tresen in einer Kneipe und mein Papa, er ist Beamter in Pataya schickt mir auch ab und zu ein wenig Geld. Für mich reicht es. Aber leider nicht für zwei. Irgendwie wurstelten wir uns durch. Dann tauchte plötzlich Natalia auf. Groß, blond, rassige Figur – aber ziemlich aufgelöst. Sie war von so einem alten Sack mit einem Jobversprechen nach Deutschland gelockt worden und dann wollte er ihr doch nur an die Wäsche. Natalia ist ja nicht prüde, ganz im Gegenteil, aber der ging ja nun gar nicht. Und? Was soll ich sagen. Auch der Alte warf sie hochkantig raus, ohne Geld oder sonst was.
Durch Zufall landete sie in der Kneipe, in der ich sonst arbeite. Meine Kollegin kannte die Geschichte mit Aische und schickte sie zu mir. Und nun waren wir zu dritt. Und ich war die einzige, die wenigstens ein bisschen Geld hatte. Und so hielten wir Kriegsrat. Sie waren ja bereit alles zu tun: bedienen, putzen und so weiter. Ich schaute die beiden an und dann an mir herunter, drei ganz tolle super hübsche Mädels, blutjung und – nun ja – auch gierig. Warum sollten wir nicht damit unser Geld verdienen. „Telefonerotik“, fragte Aische mit großen Augen. „Telefonsex“, verbesserte Natalia. „Egal, wie ihrs nennt“, meinte ich: wir werden die heißeste Leitung der Stadt haben.“ Und so ist es ja dann auch gekommen.



